Meister gegen Vizemeister – spektakuläres Kräftemessen

Aich/Dob : Union Volleyball Raiffeisen Waldviertel 3 : 1           (14:25, 25:20, 25:19, 31:29)

Die Begegnung mit dem Meister des Vorjahres Aich/Dob wurde zum ersten Mal als Doppelrunde ausgetragen. Dieses Spielergebnis zählt sowohl zur mitteleuropäischen Liga als auch zur Austrian Volley League.

„Ein Auswärtssieg gegen Aich/Dob wäre schon ein Traum“, meinte Manager Werner Hahn bereits im Vorfeld. Und siehe da, im ersten Satz überraschte Union Volleyball Raiffeisen Waldviertel die Kärntner mit ihrem druckvollen Spiel und gingen gleich zu Beginn mit 1:6 in Führung. Doch Aich/Dob darf man nie unterschätzen auch wenn sie nicht am Limit spielen. Waldviertel legte sich mit 10:18 ein super Polster zu, dennoch lehnte man sich nicht zurück und nutzte die Ratlosigkeit der Kärntner zum 14:25 Satzgewinn.

Aich/Dob reagierte und startete viel aggressiver in den zweiten Satz. Im Lager der Nordmänner war aufgrund von Verletzungen eine Umstellung notwendig und so nahm der Diagonalangreifer Nathan Fullerton die Position des Mittelblockers ein. Leider konnte Waldviertel nicht mehr an die Leistung des ersten Satzes anschließen. Nach einem Time out zeigten sie aber Nervenstärke und holten sich den Anschlusspunkt. Knapp aber doch war der Satzausgleich nicht mehr zu verhindern.

Selbstbewusst legten die Gastgeber einen sehr guten Start im dritten Satz hin, stabilisierten ihre Annahme wieder, was es den Waldviertlern deutlich schwerer machte. Beide Teams zeigten eine wahre Side out-Schlacht. Der kleine aber feine Unterschied von Aich/Dob war die Konstanz am Netz zu punkten. Die kurze Schrecksekunde von Arthur Darmois, der umknickte, steckte er sofort weg und machte gleich 2 Punkte in Folge. Leider gelang es den Nordmänner nicht näher an den Meister heranzukommen und gaben auch diesen Satz mit 25:19 ab.

Aich/Dob spielte auch im vierten Durchgang eher unspektakulär jedoch sehr effizient. Nach einem doch hohen Rückstand glichen die Gäste aus dem Waldviertel auf 9:9 aus. Doch beim Meister darf man absolut nicht auf Sicherheit spielen, sondern muss voll attackieren um mithalten zu können, was die Nordmänner sehr gut durchzogen. Was sich daraus entwickelte, war wirklich nix für schwache Nerven. Der Satz ging immer wieder in die Verlängerung inklusive Abwehr einiger Matchballe von Aich/Dob, jedoch mit dem besseren Ende des Meisters.

Text & Fotos: Ulrike Filler (URW Waldviertel)

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