Waldviertel sicherte sich den Sieg im NÖ CUP

Vier hochmotivierte Mannschaften, ein spannender Verlauf, sensationelle Ballwechsel und ein begeistertes Publikum sorgten für ein gelungenes Final Four in Hausmening.

Mit den Gastgebern aus Aschbach gegen SU Bisamberg – zwei Mannschaften zwischen denen in der vergangenen Saison oft die Tabellenführung wechselte, startete ein stark aufgestelltes Final- Four ins erste Halbfinalspiel.

Wie gewohnt startete junge Bisamberger Mannschaft von Trainer Thorsten Großmann mit einem sehr kompakten Block. Die Aschbacher taten sich sichtlich schwer und liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Gegen Mitte des Satzes konnte man zwar kurzfristig ausgleichen, doch dann setzte es gleich die nächste Serie und Aschbach musste sich eingestehen, dass Bisamberg in dieser Phase des Spiels einfach stärker war.

Ganz anders das Bild in Durchgang Nummer zwei. Die Aigner-Truppe, die sich extra für dieses Spiel Aschbacher Altmeister Robert „Speedy“ Weitz als Coach eingeladen hatte, agierte wesentlich effizienter und dominierte die Bisamberger weitgehend. Eine kurze unkonzentrierte Phase zum Schluss machte das ganze für die Zuschauer zwar noch einmal spannend – jedoch hielten die Mostviertler dieses Mal drauf und holten den Satz mit 28:26.

Mit dem Erfolgserlebnis im Rücken konnte man sich im dritten Satz schnell von den jungen Bisambergern absetzten und führte Mitte des Satzes mit 15:8. Auch die Auszeiten halfen Thorsten Großmann nicht seine Jungs wieder ins Spiel zu bringen und so ging Satz drei erneut souverän mit 25:13 an Aschbach.

Der vierte Satz kam jedoch wieder ganz anders. Eine unglückliche Berührung bei einem Outball auf Aschbacher Seite sowie einige unnötige Eigenfehler brachten Biasamberg nochmal zurück ins Spiel. Die Großmann-Truppe brillierte wie im ersten Satz mit solider Blockarbeit und guten Angriffen über Michael Pfeiffer. Rasch war klar das man diesen Satz nicht mehr drehen kann und so ging es nach einem 16:25 in den fünften Spielentscheidenden Satz.

Die jungen Bisamberger spielten Hop oder Drop, riskierten voll am Service und im Angriff und dies ging ihnen auch auf. Sie agierten sehr konsequent, konnten sich wieder von Beginn an absetzen und so hatte Aschbach mit 10:15 das Nachsehen. Somit standen die ersten Finalisten fest.

Im zweiten Halbfinalspiel kam es zum Aufeinandertreffen von Waldviertel und Kilb. Mit Kapitän Peciakowski als Aufspieler auf Waldviertler Seite war klar, dass dies eine ausgeglichene Partie werden würde.

Das variantenreiche und schnelle Spiel der Waldviertler machte es der Kilber Mannschafft am Block und in der Verteidigung schwer die Bälle im Spiel zu halten. Die Mannen um Kapitän Markus Birwipfel kamen nach verhaltenem Start zwar immer besser mit dem gegnerischen Spiel zurecht und konnten durch druckvolles Service die Waldviertler immer wieder zu Eigenfehlern zwingen – gesamt gesehen war es jedoch zu wenig, was die Mostviertler entgegensetzen konnten und so ging die junge Peciakowski-Truppe relativ klar mit 2:0 in Sätzen in Führung.

In Durchgang Nummer Drei spielten die routinierten Kilber ihre Stärke im Angriff voll aus. Die Resl-Truppe konnten sich von Beginn an absetzen und diese komfortable Führung auch gekonnt nach Hause spielen.

Die Waldviertler ließen sich durch den Satzverlust jedoch nicht verunsichern und kontrollierten durch gelungene Aktionen das Spiel. Ein Aufbäumen der Kilber brachte zwar gegen Satzende noch einmal Spannung ins Spiel, doch die jungen Waldviertler ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und zogen verdient ins Finale ein.

Nach einer Stärkung am umfangreichen Buffet ging es für beide Finalisten wieder ans Werk.

Im Publikum sah man die Favoritenrolle klar bei der jungen Mannschaft auf Bisamberg. Der erste Satz war ein Schlagabtausch auf hohem Niveau und für alle Zuseher ein wahrer Krimi. Die Waldviertler hatten schlussendlich das bessere Ende auf ihrer Seite und konnten sich mit 26:24 durchsetzen.

Dass Bisamberg sich nicht schnell geschlagen gibt, sah man bereits gegen Aschbach und nun auch im zweiten Durchgang. Die Großmann-Truppe spielte beherzt, dominierte in allen Belangen und holte sich mit 25:15 klar diesen zweiten Satz.

Der dritte Satz war ein Ebenbild des Zweiten, diesmal jedoch für die Waldviertler die durch die extrem starke Feldverteidigung wenig Punkte zuließen.

Auch in den vierten Satz starteten die Mannen aus dem Norden extrem stark und spielten sich einen komfortablen 5-Punkte-Vorsprung heraus. Durch taktische Angaben von Trainer Thorsten Großmann schaffte Bisamberg zwar wieder den Anschluss zum 23:24 – ein Servicefehler durch Mittelblocker Johannes Maurer beendete jedoch den Bisamberger Traum vom Titel und kürte Waldviertel zum Cup Sieger der Saison 2018/2019.

Ein großes Dankeschön gilt natürlich allen Sponsoren, Zusehern, dem Schiedsgericht und natürlich auch den Mannschaften, die Veranstaltungen wie diese zu dem machen was sie sind. Nämlich auch auf Landesebene einen qualitativ hochwertigen Volleyballsport zu präsentieren.

Text & Fotos: Stefan Aigner (VC Aschbach)

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